Gemeinsames Konzert von Christian Altenburger und Paul Gulda
Johannes Brahms (1833-1897)
Sonate für Klavier und Violine A-Dur op. 100 (1886)
Allegro amabile
Andante tranquillo - Vivace
Allegretto grazioso (quasi Andante)
Zu Brahms op. 100
Die Sonate für Klavier und Violine in A-Dur von Johannes Brahms, die zweite von dreien, entstand 1886 während der Sommerfrische am schweizerischen Thuner See. Trägt schon der erste Satz die Bezeichnung "Allegro amabile" (liebenswürdig), so ist auch das ganze Werk von einer heiteren, inneren Gelassenheit geprägt.
Brahms zitiert auch zwei Lieder, die er ebenfalls in diesem Sommer komponiert hatte:
"Wie Melodien zieht es mir leise durch den Sinn", ein zart nostalgisches Thema; und, im 3. Satz, "Auf dem Kirchhof". Gerade dieser dritte Satz scheint die Summe zu ziehen, scheint wie Nachdenken in Tönen: die Musik betrachtet Werden und Vergehen, Lieben und Lassen-Müssen wie einen schönen, erfüllten -- und kurzen Sommer.

